Bonn, 29. Januar 2026: Der Verhandlungsauftakt zur Vergütungsrunde 2026 mit der Tarifgemeinschaft der AOK (TGAOK) blieb ohne Ergebnis: Die Arbeitgeberseite legte kein verhandlungsfähiges Angebot vor, obwohl Konsens darüber besteht, dass die Beschäftigten der AOK täglich Spitzenleistungen für die Versicherten erbringen.
Die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) wertet dies als fehlende Wertschätzung und kündigt im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde Warnstreiks in den Landes-AOKs an, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Ziel ist eine spürbare Einkommensverbesserung und gerechte Arbeitsbedingungen für die rund 55.000 von den Verhandlungen betroffenen Tarifbeschäftigten.
„Wir zeigen Flagge – ohne ein faires Angebot bleibt uns nichts anderes übrig, als für unsere berechtigten Forderungen auf die Straße zu gehen”, erklärt Maik Wagner, GdS-Bundesvorsitzender und Mitglied der GdS-Tarifkommission. „Die Beschäftigten leisten täglich herausragende Arbeit. Jetzt erwarten wir, dass die AOK dieser Leistung auch finanziell gerecht wird.“
Die GdS weist darauf hin, dass der AOK-Kundenservice durch die Warnstreiks in der jeweils betroffenen Landes-AOK zeitweise eingeschränkt sein kann und längere Wartezeiten sowie reduzierte Servicezeiten in Kundencentern und Hotlines möglich sind.
Die nächste Verhandlungsrunde mit der TGAOK findet am 17. und 18. Februar in Berlin statt. Die GdS fordert für die AOK-Beschäftigten unter anderem eine Erhöhung der Entgelte um 7,0 Prozent beziehungsweise um mindestens 350 Euro monatlich sowie die Anrechnung der Ausbildungsjahre auf die Stufenlaufzeit.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.gds.info/aok-einkommensrunde-2026-verhandlungsauftakt-ohne-angebot/