
Entgegen unseren Erwartungen endete der Auftakt der Einkommensrunde am 4. März 2026 in Frankfurt ohne ein Angebot der Arbeitgeber.
Die Arbeitgeberseite verwies auf die derzeit schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) insgesamt sowie auf die ungewisse geopolitische Lage. Diese könnten sich auch erheblich auf die Finanzlage des Medizinischen Dienstes auswirken. Daher sei derzeit noch nicht abschätzbar, welches „finanzielle Budget“ den Arbeitgebern für die Einkommensrunde zur Verfügung stünde. Ein Arbeitgeberangebot sei deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Eine Klärung dessen sei aber bis zur nächsten Verhandlungsrunde zu erwarten.
Diese Argumentation führte innerhalb der Tarifkommission zu großem Unmut. Aus unserer Sicht hätte ein erstes Angebot ein positives Signal in Richtung Belegschaft bedeutet, insbesondere mit Blick auf das bereits im Dezember 2025 den Arbeitgebern übermittelte GdS-Forderungspaket. Außerdem verwies die GdS auf die im letzten Jahr beschlossenen Haushaltsplanungen, aufgrund derer bereits eine lineare Tarifsteigerung bei den Personalkosten für das Jahr 2026 vorgesehen ist.
Die Arbeitgeber betonten immerhin, dass das fehlende Angebot keine mangelnde Wertschätzung der im Medizinischen Dienst geleisteten Arbeit darstelle.
Auch wenn die Inflation statistisch gesehen gesunken ist, spüren die Kolleginnen und Kollegen den Kaufkraftverlust enorm. Gerade die Wohn- und Lebensmittelkosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Seit Anfang der Woche steigen zudem die Kraftstoffpreise kontinuierlich an, was auf die unstabile geopolitische Lage zurückzuführen ist. Dies betrifft besonders die Beschäftigten des Medizinischen Dienstes, die im Außendienst tätig sind. Sie erwarten zu Recht einen Ausgleich!
Wir sind bereit, Flagge zu zeigen. Sind Sie es auch? Dann unterschreiben Sie jetzt
unsere GdS-Tarifpetition!
Alle Kolleginnen und Kollegen sollten unsere berechtigten Forderungen unterstützen:
- 7 % mehr Gehalt ab 1. Februar 2026, mindestens 300 Euro im Monat
- Urlaubsgeld
- kürzere wöchentliche Arbeitszeiten ohne Gehaltskürzung
- Gewerkschaftsbonus
Jetzt zählt jede Stimme – für mehr Lohn und Respekt! Denn jede Unterschrift ist ein starkes Signal an die Arbeitgeber.
Gemeinsam sind WIR nicht zu ignorieren!
Machen Sie jetzt mit und setzen Sie ein klares Zeichen: Unterzeichnen Sie online unter
https://www.umfrageonline.com/c/MD-Tarifpetition2026
Wie geht’s weiter?
Die Verhandlungen werden am 25./26. März sowie im April 2026 fortgesetzt.
Für Sie verhandeln in der GdS-Tarifkommission:
Monika Atzert (GdS-Bundesgeschäftsstelle), Annette Burckhardt (MD Baden-Württemberg), Timo Bernhardt (MD Rheinland-Pfalz), Michaela Klingbeil und Michael Kokemor
(MD Westfalen-Lippe), Manuela Rohde (MD Nordrhein)
Mitmachen – Mitgestalten!