Die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) ruft die AOK-Beschäftigten bundesweit zu einem zweitägigen Warnstreik am 13. und 14. April 2026 auf. Hintergrund ist das aus Sicht der GdS völlig unzureichende Angebot der Tarifgemeinschaft der AOK (TGAOK) in der laufenden Vergütungsrunde.
In der Verhandlungsrunde am 17. März 2026 hatte die Arbeitgeberseite trotz 14-stündiger Verhandlungen lediglich ein Angebot mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Prozent vorgelegt – verteilt auf eine Laufzeit von zwei Jahren und inklusive Leermonate. Damit liegt der tatsächliche jährliche Zuwachs deutlich unter der erwarteten Inflation, ignoriert den bestehenden Vergütungsrückstand der AOK-Beschäftigten gegenüber anderen Krankenkassen und bleibt weit hinter dem zurück, was die Beschäftigten für ihre tägliche Arbeit verdienen.
„Wer glaubt, die Beschäftigten mit Minimalzugeständnissen abspeisen zu können, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Die AOK-Beschäftigten leisten jeden Tag hervorragende Arbeit – und sie haben ein Angebot verdient, das echte Wertschätzung zeigt. Wir werden so lange Druck machen, bis die TGAOK das begreift”, erklärt Maik Wagner, GdS-Bundesvorsitzender und Mitglied der GdS-Tarifkommission.
Die GdS begleitet den Warnstreik mit Kundgebungen und weiteren Aktionen. Alle Details zu Ablauf und Ort der Kundgebungen finden sich im offiziellen Streikaufruf unter www.gds.info/warnstreik
Die nächste Verhandlungsrunde mit der TGAOK ist für den 14. April 2026 angesetzt.