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VIACTIV Krankenkasse: Gehaltsrunde 2026 – Enttäuschender Auftakt ohne Angebot

Die erste Verhandlungsrunde der Entgeltverhandlungen ist abgeschlossen.

Entgegen den klaren Erwartungen und trotz der stetig steigenden Arbeitsbelastung hat der Arbeitgeber in dieser Auftaktrunde kein Entgeltangebot vorgelegt. Dieses Ergebnis wird der Leistung und dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen in keiner Weise gerecht.

Zur Begründung verwies der Arbeitgeber auf die derzeit aus seiner Sicht unsichere wirtschaftliche Lage der VIACTIV. Anfang des Jahres sei der Zusatzbeitrag angehoben worden; die VIACTIV gehöre damit aktuell zu den fünf teuersten Krankenkassen. Der Arbeitgeber verwies dabei auf die bereits eingetretenen Versichertenverluste sowie auf die Erwartung weiterer kurzfristiger Abgänge. Vor diesem Hintergrund, so der Arbeitgeber, müsse am Tariftisch vorrangig über Arbeitsplatzsicherung gesprochen werden.

Auch wenn wir grundsätzlich Verständnis für die schwierige Situation der VIACTIV haben, kann das nicht dazu führen, dass die Beschäftigten auf der Strecke bleiben. Die Beschäftigten engagieren sich täglich mit vollem Einsatz für die VIACTIV – und stehen zugleich vor steigenden eigenen Kosten. Sie sind es, die den hohen Zusatzbeitrag am Telefon gegenüber den Versicherten vertreten und diesen auch gleichzeitig selbst finanziell schultern müssen. Dazu kommen noch eine hohe Arbeitsdichte, Personalmangel und stetig wachsende Anforderungen hinzu.

Gerade deshalb tragen die Beschäftigten maßgeblich dazu bei, dass die VIACTIV auch in schwierigen Zeiten leistungsfähig bleibt. Wir haben in den Gesprächen sehr deutlich gemacht, dass diese Leistungen Respekt verdienen und sich dies auch im Entgelt widerspiegeln muss. Eine angemessene Entgeltentwicklung und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind dabei keine Gegensätze, sondern gehören untrennbar zusammen.

Der nächste Verhandlungstermin zur Gehaltsrunde ist für den 13. Februar vereinbart. Für diesen Termin hat der Arbeitgeber zugesagt, neben Gesprächen zur Arbeitsplatzsicherung auch ein Entgeltangebot vorzulegen. Wir erwarten, dass dann ein klares und wertschätzendes Signal an die Beschäftigten gesendet wird.

Bis dahin halten wir als Eure Gewerkschaft uneingeschränkt an unseren Forderungen fest. Sie sind gut begründet, realistisch und Ausdruck der notwendigen Wertschätzung für Eure Arbeit!

Der bisherige Verlauf der Verhandlungen zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, zusammenzustehen und gemeinsam für unsere Forderungen einzutreten.

Mitglied werden unter: www.gds.info/beitritt

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