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Workshop zum Umgang mit Konflikten – Sicher durch den (Berufs-)Alltag

Wie wir sprechen, beeinflusst maßgeblich, wie wir miteinander umgehen – Missverständnisse, Konflikte un Verletzungen entstehen oft nicht aus böser Absicht, sondern durch unklare oder wertende Kommunikation. Genau hier setzte der zweitägige Workshop des GdS-Landesverbandes Bayern an, der Anfang November 2025 im Thon-Dittmer-Palais in Regensburg stattfand.

Im Mittelpunkt des Workshops stand das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), das vom US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Ziel dieser Kommunikationsform ist es, sich ehrlich und klar auszudrücken, ohne andere anzugreifen oder zu verletzen, und gleichzeitig empathisch zuzuhören.

Auch dieses empathische Zuhören spielte eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden erfuhren, wie wichtig es ist, nicht sofort zu bewerten oder Lösungen anzubieten, sondern erst einmal wirklich zu verstehen, was das Gegenüber bewegt. Im zweiten Teil des Workshops lernten die Teilnehmer durch den Referenten Felix Wierschbitzki einfache und praktische Verteidigungsmöglichkeiten kennen und konnten diese auch direkt üben.

Der Austausch unter den Teilnehmern durfte natürlich auch nicht fehlen. Dazu wurde das gemeinsame Abendessen im Fürstlichen Brauhaus genutzt, bevor es mit der „Stadtmaus“ im Rahmen einer Erlebnisführung in das Reich von Henkern, wahnsinnigen Mördern und Gesetzlosen ging. Hier wurden die Teilnehmer Zeugen davon, wie die Schatten der Vergangenheit Gestalt annahmen, und erlebten das ein oder andere schauerliche Ereignis in den Gassen der historischen Altstadt von Regensburg.

Mehr Verständnis, weniger Konflikte – praxisnah und alltagsrelevant

Am Ende des Workshops zogen die Teilnehmer ein positives Fazit – sie berichteten, dass sie sich ihrer eigenen Sprache bewusster geworden seien und neue Werkzeuge für den Umgang mit Konflikten mitnehmen konnten. Besonders hervorgehoben wurde, dass die GFK nicht nur im Streit hilft, sondern auch Beziehungen im Alltag vertiefen kann. Die gewaltlose Sprache ist keine „weiche“ oder nachgiebige Kommunikation, sondern eine Form der Verständigung, die eine klare und zugleich respektvolle Haltung erfordert.

Der Workshop zeigte eindrucksvoll: Worte haben Macht – wenn wir lernen, sie achtsam zu wählen, können sie Brücken bauen statt Mauern errichten und so zu mehr Verständnis, Respekt und Miteinander beitragen.

Birgit Schrafl