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IKK-Tarifgemeinschaft: Tarifverhandlungen – Stand und Perspektiven

Auch wenn der aktuelle Vergütungsabschluss noch bis Ende 2026 gilt: Untätig sind wir nicht!

Sowohl die GdS wie auch die Arbeitgeber wollen die Zeit bis zur nächsten Vergütungsrunde nutzen, um die geltenden Tarifverträge zu modernisieren und zu verbessern.

Schaffung einer neuen Vergütungsordnung für alle IKKs

Seit Jahren gibt es keine einheitliche, für das gesamte IKK-System gültige Vergütungsordnung, stattdessen einen „Flickenteppich“. Das wollen wir schon lange ändern! Erfreulicherweise wollen das inzwischen auch die Arbeitgeber. Alle Vorstände haben sich schriftlich dazu bekannt, gemeinsam eine neue Vergütungsordnung zu schaffen.

Aus Sicht der GdS muss eine neue Vergütungsordnung:

  • die tatsächlichen Funktionen und Anforderungen der in den Innungskrankenkassen vorhandenen Stellen abbilden,
  • transparente und faire Eingruppierungen gewährleisten sowie
  • wirtschaftlich attraktive, marktfähige Vergütungsstrukturen beinhalten.

Es zeichnet sich ab, dass es in vielen Punkten eine gemeinsame Sichtweise der Tarifpartner gibt. Aber auch schwierige Diskussionen werden geführt werden müssen. Denn die Arbeitgeberseite möchte in Zukunft keinen Stufenaufstieg, der rein auf Berufserfahrung beruht. Stattdessen sollen neben der Berufserfahrung auch die Bereitschaft zur Fortbildung sowie der Erwerb zusätzlicher Kompetenzen honoriert werden.

Diesem Ansatz stehen wir als GdS zwar kritisch, aber nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Für uns kommt es auf die konkrete Ausgestaltung an. Wir werden in den weiteren Gesprächen konstruktiv-kritisch die Interessen der Beschäftigten vertreten.

Wir haben uns inzwischen mit der Arbeitgeberseite auf die Fortsetzung der Gespräche auf Arbeitsgruppenebene verständigt.

„Ablöse-Tarifvertrag“: Bessere Absicherung bei Organisationsänderungen

Das zweite zentrale Thema in den aktuellen Tarifverhandlungen mit der IKK-Tarifgemeinschaft ist der sogenannte Ablöse-Tarifvertrag. Ziel ist eine verbesserte Absicherung der Kolleginnen und Kollegen für den Fall von Organisationsänderungen oder Fusionen von Innungskrankenkassen. Bisher gilt für solche Themen der Struktur-Tarifvertrag (Struktur-TV/IKK). Die Arbeitgeberseite sieht diesen Tarifvertrag als nicht mehr zeitgemäß an.

Auch wir haben wir ein Interesse daran, zukunftsfeste Regelungen zu verankern. Im Mittelpunkt steht dabei die Verankerung von Mobilitätshilfen für Beschäftigte, die:

  • aufgrund organisatorischer Änderungen versetzt werden müssen oder
  • freiwillig an einen Standort wechseln.

Vergleichbare Regelungen haben wir in der Vergangenheit mit einzelnen IKKs bereits separat vereinbart. Diese bewährten Standards sollen nun auf alle Beschäftigten im IKK-System ausgeweitet werden – ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit und Verlässlichkeit für alle Kolleginnen und Kollegen.

Ausblick: Vorbereitung der nächsten Vergütungsrunde

In der zweiten Jahreshälfte werden wir dann beginnen, die nächste Vergütungsrunde vorzubereiten. Dafür brauchen wir die Unterstützung unserer Mitglieder! Wie gewohnt werden wir im Vorfeld eine Befragung durchführen, um die Erwartungen und Prioritäten unserer Mitglieder für die kommenden Verhandlungen systematisch zu ermitteln.

Ihre Stimme zählt – machen Sie mit!

Unterstützen Sie uns!

Mitglied werden unter: www.gds.info/beitritt

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