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AOK Bayern: GdS beim Vorstand

Mike Wierschbitzki, Stephan Abele, Stephan Kallenberg, Nadine Zängerlein, Christina Gräßel

Wie ist die Stimmung?
Vonseiten der GdS wurde berichtet, wie stark die Belegschaft die stetigen Prozessveränderungen und die Flächenverdichtung beschäftigen. Die AOK Bayern, vertreten durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Stephan Abele sowie Christina Gräßel als Leiterin des Geschäftsbereichs Personal, zeichneten ein differenzierteres Bild und stellten die Pflichten der Körperschaft im Umgang mit Beitragsmitteln sowie die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung für eine gute Wettbewerbsposition dar.

Zum Thema selbst verwiesen beide auf die letzte, deutlich positiver ausgefallene Mitarbeiterbefragung, zum anderen beschrieben sie die Situation als durchaus unterschiedlich. Aus Sicht der AOK ist die Situation überall dort deutlich verbessert, wo seitens der Führung konkret umgesteuert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Weg in die neue Struktur früh und gut unterstützt wurden. Die im Allgemeinen gut ausgefallene Mitarbeiterbefragung zeige beim Blick in die Detailergebnisse aber auch relevanten Handlungsbedarf in einzelnen Unternehmenseinheiten. Dies wird von Arbeitgeberseite außerordentlich ernst genommen und aufgearbeitet. Das werden wir beobachten.

Notwendige Stabilisierung
Erfreulich aus Sicht der Kolleginnen und Kollegen dürfte die Ankündigung sein, dass im Rahmen des Programms „Der Neue Service“ eine Stabilisierungsphase eingeläutet wurde, um den Kolleginnen und Kollegen Raum zum Verinnerlichen der neuen Abläufe und Strukturen zu geben – eine aus Sicht der GdS richtige und wichtige Einschätzung, die hoffentlich vor Ort auch entsprechend umgesetzt wird.

Die Gesundheitspolitik
Einigkeit zwischen AOK Bayern und GdS bestand im Hinblick auf die politische Gesamtsituation. Der Schwenk der Gesundheitspolitik weg von der angekündigten „evidenzbasierten Reformpolitik“, die durch die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit vorbereitet wurde, hin zu den jetzt beschlossenen Maßnahmen unter anderem im Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) ist nicht nachvollziehbar.

Für die GdS ist es ein Unding, wenn große Kostentreiber im System durch immer neue Ausnahmeregelungen weniger zur Stabilisierung der GKV beitragen sollen, die Krankenkassen – und damit die Beschäftigten! – aber nachhaltig zur Kasse gebeten werden. Und dass, obwohl die Finanzkommission Gesundheit die Verwaltungskosten der GKV sowohl in der Höhe wie auch hinsichtlich des Wachstums in den vergangenen Jahren als unproblematisch eingestuft hatte. Die GdS hat bisher und wird diese Art der Reformpolitik weiterhin in allen Kanälen in die Politik kritisieren, auch wenn es aktuell nicht so aussieht, dass man dort Gehör findet.

KI-Einsatz – Unterschiedliche Perspektiven
Intensiv wurde über den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der AOK diskutiert. Während die AOK den Einsatz von KI als wichtiges unterstützendes Instrument sieht, um dem demografischen Wandel zu begegnen, aber auch um Freiräume für Beschäftigte zu schaffen, statt Routineaufgaben zu erledigen, und mehr Zeit für besseren, für die Versicherten wahrnehmbaren Service zu bieten, nahm die GdS auch die negativen Aspekte in den Fokus.

Neben der Missbrauchsanfälligkeit aller technischen Einrichtungen sehen wir vor allem die Gefahr, dass durch den Einsatz von KI und den damit möglicherweise verbundenen Wegfall von einfacheren, standardisierten Aufgaben die Arbeit für die Beschäftigten auf die komplexeren und damit fordernden Aufgaben konzentriert wird. „Erholungsphasen“ durch das Abarbeiten von eher einfacheren Aufgaben fallen weg, was insgesamt zu mehr Stress für das verbleibende Personal führen kann. Dem gilt es, frühzeitig durch entsprechende Planungen entgegenzuwirken.

Beide Seiten wollen den konstruktiven Austausch auch im kommenden Jahr fortsetzen.

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