Leistungen / GdS-Magazin

Editorial

von

Maik_Wagner

Maik Wagner
Bundesvorsitzender

Die Zukunft aktiv mitgestalten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

steigende Anforderungen, knappe Haushalte und ein Arbeitsmarkt, der Fachkräfte sucht und gleichzeitig die Beschäftigten überlastet, sind auch im Jahr 2026 Gegenstand vieler Debatten – die Bedingungen für unsere Arbeit bei den Sozialversicherungsträgern bleiben somit weiterhin he­rausfordernd. Hier wird unsere Kampagne „Hände weg von der Tarifautonomie!“ für uns als GdS bedeutsamer denn je: Wir müssen wachsam bleiben, dass neue gesetzliche Planungen unsere hart erkämpften Tarife nicht einschränken.

Sozialpolitisch stehen wir damit vor wichtigen Weichenstellungen. Die Diskussionen um die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung, um Beitragsstabilität in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie um eine gerechte Verteilung der Lasten gewinnen weiter an Dynamik. Demografische Veränderungen prägen diese Reformdebatten maßgeblich; für uns als GdS steht dabei die Generationengerechtigkeit als zentrale Verpflichtung im Mittelpunkt.

Alle Altersgruppen müssen solidarisch Verantwortung übernehmen. Unser Sozialpolitik-Forum zur Generationengerechtigkeit am 8. Juni in Berlin wird Raum bieten, diese Fragen gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und den Trägern zu diskutieren. Denn hier werden wir uns einmischen: Sozialpolitik darf nicht zur Sparpolitik auf dem Rücken der Beschäftigten werden, sondern muss auch in Zukunft Solidarität und Verlässlichkeit stärken.

Genauso anspruchsvoll sind die laufenden Tarifverhandlungen. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten – von anhaltender Inflation über Energiepreisschwankungen bis hin zu steigenden Lebenshaltungskosten – setzen unsere Mitglieder unter Druck und machen hohe Erwartungen an faire Lohnsteigerungen verständlich. Arbeitgeber zeigen in öffentlichen Statements Solidarität, zeigen sich aber in Verhandlungen zurückhaltend, wenn konkrete Zusagen gefordert sind.

Umso wichtiger ist es, dass wir als GdS geschlossen auftreten und den Druck in den Verhandlungen aufrechterhalten. Gute Arbeit braucht verlässliche Rahmenbedingungen, eine faire Bezahlung und echten Respekt vor der Leistung der Beschäftigten. Unser gemeinsames Engagement ist dabei der entscheidende Schlüssel, um die Inte­ressen der Beschäftigten wirksam zu vertreten und die Zukunft der Sozialversicherungsträger aktiv mitzugestalten. Dafür werden wir uns weiterhin konsequent einsetzen – laut, solidarisch und entschlossen.

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

Maik Wagner
Bundesvorsitzender

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