Leistungen / GdS-Magazin

Editorial

von

Maik Wagner
Bundesvorsitzender

Gelebte Solidarität

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gern möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich im Namen der betroffenen GdS-Mitglieder bei allen Kolleginnen und Kollegen für ihre große Spendenbereitschaft anlässlich der Flutkatastrophe im Juli in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen zu bedanken. Ich bin überwältigt von der Solidarität unserer Mitglieder!

Nachdem der Bundesvorstand in einer Sondersitzung den Aufruf zur Spendenaktion gestartet hatte, sind auf dem GdS-Sonderkonto zahlreiche Spenden eingegangen. Neben Einzelspenden gab es auch Zahlungen von Untergliederungen der GdS wie Landesverbänden, Bezirks-, Regional-, Kreis- oder Ortsverbänden.

Die aktuelle Spendenaktion erinnert mich an die Hilfe für die Flutopfer in den Reihen der GdS aus dem Jahr 2002. Damals hat unsere GdS-Familie die Betroffenen überwiegend in Sachsen und Sachsen-Anhalt tatkräftig mit einer unbürokratischen finanziellen Zuwendung unterstützt. Seinerzeit war ich persönlich im Flutgebiet unterwegs und habe die Soforthilfe im Namen der GdS weitergereicht.

Das menschliche Leid und die seelischen Folgen lassen sich nur schwer in Worte fassen. Mir geht es sehr nahe, wenn ich die Zeilen des Dankes der Flutopfer lese. Gerade in der Not zeigt sich, wie wichtig es ist, den betroffenen Kolleginnen und Kollegen unter dem Leitgedanken „Mitglieder helfen Mitgliedern“ solidarisch zu helfen.

Leider ist es in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich, dieses Miteinander zu leben – häufig überwiegt die ICH-Mentalität. Auch in der Sozialversicherung ist diese Haltung vermehrt festzustellen, was sich allein schon am sehr unterschiedlichen Organisationsgrad der Gewerkschaften ablesen lässt.

Hier wünsche ich mir mehr Zusammenhalt durch Gewerkschaftszugehörigkeit. Die bisher Unorganisierten sollten erkennen, dass nur starke Gewerkschaften in Tarifverträgen sehr gute Arbeitsbedingungen für die Mitglieder durchsetzen können. Dass dies kein Selbstläufer ist, spüren wir aktuell an einigen Tariftischen, nicht zuletzt bei den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Während der Pandemie gab es von vielen Seiten Beifall für die Beschäftigten, die notwendige Tarifsteigerung soll ihnen jetzt aber verwehrt bleiben.

Ich kann Ihnen versichern: WIR arbeiten mit aller Kraft daran, weiterhin im Sinne unserer Mitglieder erfolgreich zu sein!

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

Maik Wagner
Bundesvorsitzender

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