Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Jahr 2026 ist erst ein paar Tage alt. Wir wünschen Euch ein gesundes und glückliches neues Jahr!
Erfolgreich soll es aber auch sein!
Daran arbeiten wir! Denn ab 14. Januar 2026 stehen Verhandlungen zur Vergütungsrunde bei den AOKs an.
Gegensätzliche Ziele?
Bereits beim Sondierungsgespräch am 9. Dezember 2025 hat sich die TGAOK klar positioniert. Für keine unserer Forderungen sehen die Arbeitgeber Spielraum! Als GdS haben wir aber das Ziel, die Arbeitsbedingungen der AOK-Beschäftigten nach der erfolgreichen letzten Tarifrunde weiter zu verbessern, nicht zuletzt um den „Arbeitgeber AOK“ sowohl für die derzeitigen Beschäftigten, aber auch für den dringend benötigten Nachwuchs attraktiver zu machen.
Der offen kommunizierten Abwehrhaltung der TGAOK werden wir deshalb mit gezielter Offensive entgegentreten und schon den ersten Verhandlungstag am 14. Januar 2026 mit einem bundesweiten, ganztägigen Warnstreik sowie einer Kundgebung ab 12 Uhr in der Sophienstraße in Berlin begleiten!
Denn wir müssen Flagge zeigen!
- Flagge dafür, dass auch in schweren Zeiten die Beschäftigten der AOK mehr Gehalt verdient haben!
- Flagge dafür, dass die komplette Ablehnung aller unserer Forderungen bereits in einer Sondierung weder wertschätzend gegenüber den Beschäftigten ist, noch den immer noch spürbaren Auswirkungen der Inflation Rechnung trägt!
- Flagge dafür, dass der Arbeitgeber AOK „die Bundesliga-Tabelle lieber anführen sollte, statt es sich im unteren Mittelfeld bequem zu machen“!
Gemeinsam möchten wir der TGAOK an diesem Tag zeigen, wie viele Beschäftigte mit ihrer Unterschrift unter unsere Petition deutlich gemacht haben, hinter unseren Forderungen zu stehen – mehr als 10.000 Kolleginnen und Kollegen erwarten MEHR Gehalt, MEHR Urlaubsgeld, MEHR Wertschätzung!
Ist das Ziel ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, wirklich zu hoch gesteckt?
Viele andere Sozialversicherungsträger haben bereits gemerkt, dass man nicht nur Leistung verlangen kann, sondern auch einen Mehrwert „zum Bleiben“ anbieten muss.
Ein kurzer Vergleich zeigt: Die AOK spielt leider „nicht vorne“ mit!
- Ein Beschäftigter der VG 6/Stufe 3 hat ein Bruttojahresgehalt von 58.401 Euro; vergleichbare Beschäftigte anderer Kassen erhalten brutto über 59.000 Euro. Noch größer fällt der Unterschied bei den höheren Vergütungsgruppe auf: Ein Beschäftigter der VG 9/Stufe 7 hat bei der AOK ein Bruttojahresgehalt von 79.503 Euro; vergleichbare Beschäftigte anderer Kassen erhalten brutto über 83.000 Euro.
- Beschäftigte mit einer Vergütung der VG 6 erhalten 460 Euro Urlaubsgeld; vergleichbare Beschäftigte bei der BKK-Tarifgemeinschaft erhalten 1.296,71 Euro.
- Die Ausbildungsvergütung für angehende Sozialversicherungsfachangestellte im dritten Lehrjahr beträgt bei der AOK 1.502 Euro; vergleichbare Azubi-Löhne der Konkurrenz erreichen bis zu 1.700 Euro!
- Viele Kassen bieten den Tausch von Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Freizeit an; eine derart flexible Handhabung ist bei der AOK nicht möglich.
Von Benefits wie Zuschüssen zum mobilen Arbeiten oder zusätzlichen Urlaubs- oder Familientagen wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst anfangen …
Der Vergleich zeigt: Die AOK hat in vielen Dingen einen enormen Nachholbedarf, nicht nur bei der Vergütungstabelle.
Die erste Verhandlungsrunde beginnt am 14./15. Januar 2026! Jetzt ist die TGAOK am Zug und muss ihrerseits Flagge zeigen, wie man sich zukünftig am Markt als Arbeitgeber positionieren will.
Für Sie in der GdS-Tarifkommission aktiv: Stephan Kallenberg (GdS-Verhandlungsführer), Maik Wagner (AOK Sachsen-Anhalt), Uwe Primus (AOK NordWest), Andreas Schäfer (AOK Rheinland/Hamburg), Mike Wirschbitzki (AOK Bayern), Andreas Freundt (AOK Baden-Württemberg), Matthias Krick (AOK Rheinland-Pfalz/Saarland), Tanja Brüggemann (AOK Niedersachsen), Gerit Protze (AOK Plus), Manuel-Markus Skircke (AOK Nordost), Claudia Seidensticker (AOK Hessen), Frederike Fatoş Murzik und Christina Jakobs (beide GdS-Bundesgeschäftsstelle)
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