Die anhaltend hohen Kraftstoffpreise verursachen erhebliche Mehrbelastungen für zahlreiche Beschäftigte, insbesondere für Pendler, deren monatliche Mobilitätskosten deutlich zugenommen haben. Je nach Tätigkeitsbereich legen einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter monatlich bis zu 1.000 Kilometer zurück.
Dies verdeutlicht, dass viele Beschäftigte jeden Tag weite Wege zurücklegen, obwohl ein Teil ihrer Tätigkeiten ebenso gut flexibel oder von zu Hause erledigt werden könnte. Vor diesem Hintergrund sieht die GdS die Arbeitgeber in der gesetzlichen Sozialversicherung in der Pflicht, vorhandene Spielräume konsequenter zu nutzen und ihrer sozialen Verantwortung stärker gerecht zu werden.
Insbesondere Home-Office und mobiles Arbeiten bieten die Möglichkeit, diese Fahrten deutlich zu verringern und damit sowohl Kosten als auch zeitliche Belastungen zu reduzieren. Gleichzeitig handelt es sich um bewährte Instrumente moderner Arbeitsorganisation, die in vielen Bereichen der Sozialversicherung bereits erfolgreich eingesetzt werden. „Wer Fachkräfte halten und neue gewinnen will, darf nicht an alten Präsenzgewohnheiten festkleben, während die Spritpreise den Beschäftigten ein Loch ins Portemonnaie fressen“, erklärt der GdS-Bundesvorsitzende Maik Wagner.
Darüber hinaus unterstreicht die GdS, dass flexible Arbeitsmodelle nicht nur den Beschäftigten zugutekommen, sondern auch ökologische Vorteile mit sich bringen. Weniger Pendelverkehr bedeutet geringere Emissionen und damit einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Arbeitgeber sind daher gefordert, diese Aspekte stärker in ihre Entscheidungen einzubeziehen und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Gleichzeitig stellt die GdS klar, dass es bei ihrer Initiative nicht um eine grundsätzliche Abkehr von Präsenzarbeit geht, sondern um eine ausgewogene Balance zwischen betrieblichen Erfordernissen und den Interessen der Beschäftigten. Ergänzend sollten auch weitere Maßnahmen zur finanziellen Entlastung geprüft werden, um die gestiegenen Mobilitätskosten abzufedern. Ziel ist es, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen tragfähige und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln, die soziale und ökologische Verantwortung miteinander verbinden und die Arbeitskultur nachhaltig weiterentwickeln.
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