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BA, Jobcenter und Familienkassen: „Sichtbar werden. Stärke aufbauen!“

Drei Tage lang haben Kolleginnen und Kollegen aus den Agenturen für Arbeit, Jobcentern und Familienkassen in Fulda darüber beraten, wie die GdS vor Ort stärker werden kann. Michael Schwick und Dan Stargard erklären, warum jetzt die Weichen für die Tarifrunde 2027 gestellt werden, welche Rolle die neue Fachgruppe BA/JC/FamKa spielen soll und warum es dafür viele engagierte Kolleginnen und Kollegen braucht

Was war das Ziel der Tagung?

Dan: „Wir wollten gemeinsam überlegen, wie wir uns weiterentwickeln, mehr Kolleginnen und Kollegen erreichen und die GdS noch stärker in unseren Dienststellen verankern können.“

Micha: „Es war ja nicht das erste Treffen. Aufbauend auf den letzten Treffen ging es uns dieses Mal konkret um Kampagnenfähigkeit und eine bessere Vernetzung.”

Gab es ein wichtiges Ergebnis der Beratungen?

Dan: „Na logo! (lacht). Es geht darum, dass wir uns frühzeitig für die Tarifrunde 2027 organisieren. Denn eines ist klar: Die Arbeitgeber werden uns nichts freiwillig geben. Es sind harte Verhandlungen zu erwarten, in denen wir sicher mit Warnstreiks rechnen müssen.“

Micha: „Genau! Und dafür wollen wir uns auch besser vernetzen. Deshalb planen wir, eine bundesweite Fachgruppe BA/JC/FamKa zu gründen. Sie soll künftig die fachliche und organisatorische Arbeit koordinieren und umsetzen.“

Warum ist diese Fachgruppe wichtig?

Dan: „Weil wir die Herausforderungen in den Agenturen für Arbeit, den Jobcentern und den Familienkassen selbst am besten kennen. Mit der Fachgruppe schaffen wir eine Struktur, in der engagierte Kolleginnen und Kollegen ihre Erfahrungen einbringen und die gewerkschaftliche Arbeit aktiv mitgestalten können.“

Wie geht es jetzt weiter?

Micha: „Am 22. September 2026 werden wir unter anderem die Ergebnisse der Tagung und das Konzept der Fachgruppe in einem bundesweiten GdS-Videocall vorstellen. Danach wird die Führungsmannschaft der Fachgruppe erstmals digital gewählt und offiziell gegründet.“

Warum lohnt es sich, bei der Videokonferenz dabei zu sein?

Dan: „Weil dort auch die Weichen für die kommende Tarifrunde gestellt werden. Wer mitreden möchte, wie die GdS die Beschäftigten in den Agenturen für Arbeit, in den Jobcentern und in den Familienkassen vertritt, sollte diese Gelegenheit nutzen. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich beteiligen, desto stärker ist unsere gemeinsame Stimme.“

Es gibt noch ein weiteres großes Vorhaben, richtig?

Micha: „Ja, wir bereiten aktuell eine GdS-Belegschaftsumfrage vor. Sie wird die Grundlage für die Diskussionen um die Forderungen zur Tarifrunde 2027 bilden. Wir wollen wissen: Was bewegt die Kolleginnen und Kollegen wirklich? Wo drückt der Schuh? Welche Themen müssen in den Mittelpunkt der nächsten Tarifverhandlungen rücken? Für die wichtigsten Themen wollen wir anschließend eine Tarifpetition entwickeln, um mehr Kolleginnen und Kollegen zu mobilisieren, aber vor allem, um den Arbeitgebern unsere Forderungen zu präsentieren.“

Was bedeutet das für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort?

Dan: „Jede und jeder kann sich einbringen. Unser Ziel ist es, die Interessenvertretung der Beschäftigten zu stärken, die Sichtbarkeit der GdS zu erhöhen und mehr Kolleginnen und Kollegen für gewerkschaftliches Engagement zu gewinnen. Dafür brauchen wir viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter.“

Wie können Interessierte dabei sein?

Micha: „Der einfachste Weg ist die Teilnahme an der bundesweiten Videokonferenz am 22. September. Wir werden die Pläne vorstellen, Fragen beantworten und zeigen, wie man sich beteiligen kann. Außerdem wird aktuell ein Whatsapp-Kanal aufgebaut, über den wir regelmäßig über den Fortschritt und aktuelle Themen informieren werden.“

Dan: „Wir sind wirklich motiviert und hoffen, dass sich viele Kolleginnen und Kollegen davon anstecken lassen. Das wird auch nötig sein! Wir spüren, dass der Wind in der BA, in den Jobcentern und in den Familienkassen rauer wird. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um uns besser zu organisieren, sichtbarer zu werden und gemeinsam Stärke aufzubauen!“