Der Verhandlungsauftakt am 14. September 2026 in Frankfurt am Main war von einem offenen, jedoch in einzelnen Themenbereichen auch kontroversen Austausch geprägt.
Unsere Tarifkommission verdeutlichte unmissverständlich die berechtigte Forderung unserer Mitglieder nach einer Modernisierung der Vergütungsordnung. Die Eingruppierungsregelungen stammen aus einer Zeit, in der die Arbeitsorganisation eine andere war. Gewisse Berufsgruppen existierten bei Einführung noch gar nicht, ebenso wenig die modernen Anforderungen, die Automatisierung, Digitalisierung, Umstrukturierung und politische Reformen mit sich gebracht haben.
Die Arbeitgeber erwiderten, dass keine Veranlassung bestünde, die Vergütungsgruppen insgesamt zu verbessern und an die gestiegenen Qualitätsanforderungen anzupassen.
Die Tarifkommission blieb bei ihrer Ansicht, dass die veralteten Bezeichnungen und Tätigkeitsmerkmale (zum Beispiel Telefonistin, MTA etc.) endlich gestrichen werden und neue Merkmale zum Beispiel für Kodierfachkräfte und Beschäftigte in der IT aufgenommen werden müssen. Wir lassen nicht locker!
Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurden unter anderem die Themen „Bürokratieabbau“, Teilarbeitsunfähigkeit, (erfahrungs-)stufengleiche Höhergruppierung sowie eine Klarstellung der tarifvertraglichen Regelung zur individuellen Arbeitszeiterhöhung bis zu 41 Stunden wöchentlich erörtert.
Ein Konsens konnte aber auch diesbezüglich noch nicht erzielt werden.
So geht’s weiter …
Die (Manteltarif-)Verhandlungen werden am 25. November 2026 fortgesetzt. Über die weiteren Entwicklungen und Ergebnisse informieren wir Sie selbstverständlich zeitnah. Außerdem werden wir in den kommenden Wochen die Einkommensrunde 2027 vorbereiten.
Wir wollen, dass die Arbeit zu Ihrem Leben passt! Die in den Verhandlungen angesprochenen Herausforderungen dürfen nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gelöst werden.
Wenn das auch Ihre Wünsche sind, dann machen Sie mit und stärken Sie unsere Durchsetzungskraft durch Ihren Beitritt – ganz einfach unter:
Für die GdS haben verhandelt: Monika Atzert (GdS-Bundesgeschäftsstelle), Dr. Frank Braatz (MD Berlin-Brandenburg), Michaela Klingbeil (MD Westfalen-Lippe) und Manuela Rohde (MD Nordrhein)