Die Alterssicherungskommission (ASK) hat heute ihre 33 Empfehlungen zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas übergeben. Das Paket ist umfangreich – und es verdient eine gründliche Analyse.
Die medialen Schlagzeilen konzentrieren sich auf die strittigen Punkte: späteres Renteneintrittsalter, Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, neue Kapitalsäule. Das sind Vorschläge, die uns nicht kaltlassen. Doch das Paket enthält auch Ansätze, die wir ausdrücklich begrüßen.
So sieht eine Empfehlung vor, dass Menschen in rentennahen Jahrgängen, die nachweislich nicht mehr in ihrem langjährig ausgeübten Beruf tätig sein können, einen vereinfachten Zugang zur Rente erhalten – ohne Verpflichtung zu Neu- oder Anpassungsqualifizierungen. Das ist ein pragmatischer und menschlich richtiger Schritt.
Ebenso positiv: die Empfehlung, Selbstständige und Abgeordnete künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen – ein längst überfälliges Signal für mehr Solidarität im System.
GdS-Bundesvorsitzender Maik Wagner macht deutlich: „Wer jahrzehntelang Beiträge gezahlt und dieses Land am Laufen gehalten hat, darf am Ende nicht mit einer Streichliste abgespeist werden. Die Politik muss aus diesen Empfehlungen eine Reform ableiten, die diesen Namen auch verdient – mit einem Rentenniveau, das zum Leben reicht, und mit echtem Respekt vor dem, was Menschen in ihrem Arbeitsleben geleistet haben.“
Eines ist schon heute klar: Ein Kommissionsbericht ist kein Gesetz. Die Politik ist jetzt gefragt – und sie muss zeigen, dass die Lebensleistung langjähriger Beschäftigter keine Verhandlungsmasse ist.
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