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Empfehlungen der Alterssicherungskommission – Im Dialog mit Pascal Reddig MdB

Der GdS-Bundesvorsitzende Maik Wagner hat sich am 9. September 2026 in Berlin mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten und Mitglied der Alterssicherungskommission Pascal Reddig über die Vorschläge der Kommission zur Reform der Alterssicherung ausgetauscht.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Wer über 45 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat, hat bereits über Jahrzehnte Verantwortung für die Finanzierung unseres Sozialversicherungssystems übernommen. Diese Lebensleistung muss auch künftig angemessen anerkannt werden.

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte trägt diesem Gedanken Rechnung. Eine Abschaffung würde insbesondere diejenigen treffen, die bereits früh in das Berufsleben eingestiegen sind, und könnte das Vertrauen der Beschäftigten in die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rentenversicherung schwächen.

Auch eine weitere Anhebung der Regelaltersgrenze über das 67. Lebensjahr hinaus sieht die GdS kritisch. Insbesondere im Zusammenspiel mit weiteren Einschränkungen beim vorzeitigen Rentenzugang könnten viele Beschäftigte überfordert werden. Bei möglichen Änderungen sind daher verlässliche Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen unverzichtbar.

Der von der Kommission vorgeschlagene erleichterte Rentenzugang für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem langjährig ausgeübten Berufsfeld arbeiten können, muss praxistauglich ausgestaltet werden. Dabei sind sowohl körperliche als auch psychische Erkrankungen angemessen zu berücksichtigen.

Auch die geplante Kapitalrente war Gegenstand des Gesprächs. Die GdS steht kapitalgedeckten Elementen als Ergänzung grundsätzlich offen gegenüber. Sie dürfen jedoch nicht zu zusätzlichen Belastungen für die Beitragszahlenden führen.

Mit Blick auf Vorschlag 33 der Alterssicherungskommission zur Organisationsreform der Deutschen Rentenversicherung betonte Maik Wagner, dass mögliche Strukturveränderungen nicht durch starre gesetzliche Vorgaben vorweggenommen werden sollten. Über mögliche Fusionen sollten jedoch die jeweiligen Selbstverwaltungen eigenständig und auf freiwilliger Grundlage entscheiden. Dabei müssen die Interessen der Beschäftigten gewahrt und die bewährten Strukturen der Selbstverwaltung berücksichtigt werden.

Gespräch mit Staatsministerin Judith Gerlach

Die sozialpolitischen Anliegen der GdS brachte Maik Wagner auch in einem kurzen Austausch mit der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach zur Sprache. Dabei nutzte er die Gelegenheit, die Positionen der GdS gegenüber der Landespolitik deutlich zu machen und für die Interessen der Beschäftigten in der Sozialversicherung zu werben.

Mitmachen – mitgestalten!

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